Kultur bedeutet Zusammenleben

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Im Gespräch mit bludaz.at spricht Bürgermeister Mandi Katzenmayer über das Bludenzer Kulturleben.

Mandi Katzemayer, dein Kulturbegriff? Für mich bedeutet Kultur Zusammenleben, ich möchte, dass die Menschen miteinander auskommen, dass sie einander helfen, dass sie miteinander lachen, dass ‚ma guat mitananda uskut“, wie man so schön sagt.

Und wenn wir das jetzt auf die Kulturvereine herunterbrechen? Dann kann ich sagen, dass Bludenz eine unglaubliche Dichte an kulturell und kreativ tägigen Menschen besitzt. Große Klangkörper wie die Stadtmusik, der großartige Chor Gioia, der Liederkranz, die Sängerrunde, Maler, bildende Künstler, Literaten – mit Leonie Neyer und Cenk Dogan auch auf unser Liste für die Gemeinderatswahl. Ich kann mich immer wieder von der Qualität der Arbeit der Vereine überzeugen, vor allem für unseren Nachwuchs. Für mich immer am beeindruckendsten: Die Kulturnacht, die alle zwei Jahre stattfindet. Eine Leistungsschau, die Menschen über einige Stunden gemütlich zusammenbringt. Damit wären wir wieder beim Kulturbegriff.

Mit der Zusammenführung von Stadtmarketing und Kultur können wir noch mehr auf die Bedürfnisse der Vereine eingehen und die vielen Ideen für ein innovatives Kulturprogramm umsetzen. Und zudem Kultur und Tourismus noch stärker ins Auge fassen. 

Wie geht es in der Remise weiter? Wir haben durch die Zusammenführung von Stadtmarketing und Kultur einen richtigen Schritt gemacht, denn so kann die Verwaltung von Remise und Stadtsaal gemeinsam gemacht werden, was für alle besser ist. Insbesonders für den städtischen Veranstaltungskalender. Das Programm der Remise wird es weitergeben. Wir haben mit Corinna Thaler eine sehr versierte Mitarbeiterin, die Kunstgeschichte studiert hat. Cinello, unser Angebot für die allerkleinsten, ist beispielsweise fixiert bis Sommer 2016. Und auch die Fremde Nähe oder Berge.Hören wird es weitergeben. Ich bin auch sehr froh, dass Maria Müller mit Kultur.Leben wieder in Bludenz eine Heimat gefunden hat. Abgesehen davon haben wir mit Christoph Thoma einen absoluten Kulturexperten im Team, der sich natürlich in diesem Bereich einbringen wird. Und davon erwarte ich mir Impulse, wie zu jener Zeit, als Thoma Kulturamtsleiter (2006 bis 2008) war.

Ein Ergebnis der Workshops im November: Ein Kulturprogramm aus der Mitte der Bevölkerung. Ja, das war ein Impuls von Franz Dünser, der auch für uns kandidiert. Und diese Idee wollen wir unbedingt umsetzen, das ist auch zukunftsweisend, weil so Menschen aus der Mitte der Bevölkerung gemeinsam Programme gestalten können. Kabarett, Rock- oder Popkonzerte oder gar ein Gedicht-Abend mit Bludenzer Bürgerinnen und Bürger, in der Remise, im Eichamt oder im Dörflinger. Alles ist möglich. Wir werden hier nach der Wahl die Bevölkerung einladen aktiv zu werden. Das ist auch eine Form der Bürgerbeteiligung.

Wir werden zeitgemäße Förderrichtlinien erstellen.

Bludenz hat überregionale Leuchttürme, die Unikat B und die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik. Die Bludenzer Tage sind ein Nischenprogramm, die wir unbedingt halten wollen, auch um jene Menschen zu erreichen, die sich mit dieser Art von Kunst auseinandersetzen wollen. Eine gewisse Öffnung würde ich mir persönlich seitens des Vereins allerArt wünschen, aber da will ich mich nicht einmischen. Die Unikat B wird 2015 wieder stattfinden. Wichtig für Bludenz, denn die diese Kunst-Handwerksausstellung strahlt weiter über die Stadtgrenzen.

Interkulturelle Projekte sind in Bludenz auch gefragt? Selbstverständlich, wir wollen zusammenführen, Kulturen verstehen und gegenseitigen Respekt fördern. Daher ist uns auch Kulturvermittlung ein Anliegen, das werden Schwerpunkte von Stadtmarketing und Kultur.

bludaz.at bedankt sich für das Gespräch.

 

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